Montag, 15. August 2011

Bamberton, BC



Jetzt mal ganz was anders. Kein Telefon, kein Internet und kein Geld, aber toll hier in Victoria. Und das Holz kann man ja auch in US Doller bezahlen hier auf dem Campground, grins. Morgen geht's dann los die Stadt erkundigen, denn heute denke ich mit Überfahrt, Trailer einparken in Platz 15, ging dieses Mal wieder super bin stolz auf uns, und Campground besichtigen das reicht für uns alle. Und dann macht uns dass Auto noch ärger, ich glaube es braucht wieder mal Öl damits nicht ganz so laut ist wie jetzt. Schön hier zu sein, wir freuen uns sehr auf Kanada.


Unser erster Besuch in Victoria zeigte sich teuer da unser Ölwechsel nicht nur Ölwechsel war sondern auch noch unsere Bremsen und die Bremsscheiben. Ja unser George war glaube ich nicht ganz korrekt mit uns, aber was Solls. Der Traqtror läuft wieder und das ist das wichtigste. In der Zwischenzeit konnten wir uns ums Telefon kümmern und um Arnes Haarschampoo (Silber) denn seine Haare sind mittlerweile sehr blond geworden, oder doch gelb, grins. Super diese Riesen Shopingmalls wo ich leider nichts kaufen kann, obwohl ich wiedermal meinem Lieblings Laden begegnet bin ders auch in Hong Kong gegeben hat, schmoll.


Ja und dann ab nach Victoria Zentrum, wau das ging aber schnell mit Parkplatz finden. Schwupp aus dem Auto und gleich den ganzen Arm voll Albatroskacke, ja der ganz rechte Arm war weiss, so ne scheisse ist mir auch noch nie passiert. Arne und ich haben erst gedacht jemand hätte einen Latte über mich geschüttet aber nein das war die Kacke. Nach dem Putzen und dem Ticket bezahlen, wer glaubst, kommt die zweite Ladung und die dann aber auf Arne, nicht ganz so schlimm aber ekelig wars trotzdem. Herzlich Willkommen in Victoria, sollte das wahrscheinlich heissen, und wo bleibt jetzt unser Glück? :-)


Lustiger weise, und das haben wir auch schon einen Tag zuvor auf der Fähre erfahren, war dieses Wochenende in Victoria das Drachenboot rennen des Jahres, grins. Da gibt's schon ganz angefressene Menschen. Ich dachte zuerst es würde ein Lesben und Schwulen Festival geben hier in Victoria, aber die Drachenboot-Ruderer sehen wohl alle ein bisschen so aus :)). Der ganze Hafen voll Attraktionen. Kreuz und quer durch die Menge gings und ab und zu blieben wir stehen und schauten den Artisten zu. Wie zum Beispiel dem weissen Mann, ist der jetzt echt oder nicht. Benn berührte den Mann ganz vorsichtig um zu sehen ob sich dieser bewegt oder nicht, und tatsächlich der ist ja nicht echt. Mami der bewegt sich nicht, warum steht da eine Pupe ganz in weiss? Und der hat ja auch noch einen Hut dabei. Leg ihm doch eine Mütze da rein, sagte ich. Und tatsächlich nach dem Einwurf bewegte sich auch der weisse Mann. Hat Benn schiss vor ihm, ja einwenig schon denke ich.


Ein paar Meter weiter sahen wir schon einen anderen Artisten. Der konnte die Mauer raufhülfen wie ein Affe unglaublich, coole Idee, hatten wir so zuvor noch nie gesehen. Und die Assistenten vom Publikum waren auch super süss, wir schauten da sicher eine halbe Stunde, war sehr unterhaltend. Viele Künstler versuchten ihr selbstgebasteltes zu verkaufen, mehr oder weniger schön, aber interessant. Die vielen schönen Schnitzereien haben mir sehr gefallen, nein nichts kaufen keinen Platz und kein Geld, das ist schon hart. Uj, schon wieder 18.00 Uhr und wir haben noch nichts eingekauft, ab in den Wal-Mart, wenns denn einen gibt. Aber wie versprochen gings zuvor noch in den Spielzeugladen gleich gegen über dem Parkten Auto. Benjamin hatte ja noch Geld vom Gotti und er hat sich ja erst eine Sonnenbrille gekauft und so machte er sich auf in den Laden sich was neues kaufen. Wau, was für ein Auto, böse, schnell und mit Waffen bestückt. Ab nach hause, zusammenbauen und spielen.


Nach einem besuch im Safeway, sind wir ziemlich erschrocken über die Preise hier. Das ist so wie wenn man in Deutschland leben würde und in die Schweiz Lebensmittel einkaufen würde. Und so musste was günstigeres gesucht werden. Wer suchet der Findet und so sind wir dann im Wal-Mart gelandet. Riesig wie nie zuvor und tatsächlich sind wir denn da nach zwei Stunden wieder raus gekommen, mit viel Hunger im Bauch. Ab nach hause. Und so wurde es wieder 22 Uhr bis wir endlich mit allem fertig waren und um 23 Uhr war auch Schlafenszeit. Was für einen Stress wir die ganze Zeit haben, schmunzle :)).


Oh, habe ich ganz vergessen wir haben ja, auch in Victoria noch unseren Sonntagsausflug gebucht und zwar raus aufs Meer, Wahle schauen oder Orkas, bin schon ganz aufgeregt. Und so brauchte Benjamin eine Schwimmweste, ohne hätte ich meine Bedenken, super Weste gekauft.


Sonntag morgen. Mami aufstehen spielen. So ist das mit neuen Spielsachen, spielen spielen spielen. Und so wars denn auch wir spielten mit dem Fahrzeug und den anderen Sachen die er zum Geburtstag gekriegt hat. Vor dem Mittag schafften wirs dann doch noch runter an den Strand, der ist nur 15 Fussminuten von uns entfernt und wir sind uns ja von Beinwil am See gehont gewesen im Gefälle zu gehen, grins. Wo man hinschaut Muschel und kleine Krebst, huj da muss man richtig aufpassen dass man die kleinen Biester nicht zertreten tut. Der eine oder der andere hat unser Meer besuch sicher nicht überlebt. Mit tolle Fund wieder rauf den Berg zum Trailer, umziehen, zusammenpacken und ab ins Auto nach Victoria. Mit einer Viertelstunde Verspätung sind wir denn da im Büro auch angekommen und dann aufs Schiff.


Da kamen Leute mit kurze Hosen, Flip Flops und tief ausgeschnittenem Dekollte kaum zu glauben. Wir montiert mit Wanderschuhen, Regenhosen, dickem Faserpeltz und Mütze wurden auch komisch angeschaut, aber auf dem Schiff zeigte es sich dass wir das richtige angezogen hatten. Ziemlich rau das Wetter auf See, trotz nicht all zu festem Wellengang. Das mit dem Wasser war sowieso lustig, denn ab und zu lag das Wasser ruhig wie auf einem See und wenige Meter weiter überschlagen sich die Wellen. Man hat uns erklärt dass der Meeresgrund hier nicht überall tief seihe und es ziemlich Hügelig sei da unten und deshalb sich das Wasser so lustig, manchmal platt und dann wieder wild, zeigen würde.


Benjamins Hunger zeigte sich in voller Pracht und ich war froh soviel eingepackt zu haben. Eigentlich hatte ich gedacht auf der Rückfahrt das ganze Zeugs auszupacken, aber nein zwei Minuten auf dem Schiff und der kleine Mann futterte und futterte und so warn in kürze 3 Hot Dogs weggefressen, grins. Anderen wird's übel auf dem Schiff und andere haben Riesen Appetit. Und dann ging das Grosse Suchen los. Viele Schiffe waren positioniert in dieser Bucht.


Man hat uns erzählt dass in den 60er hier ganz viele Orkas lebten und man habe ein paar von ihnen versucht in Gefangenschaft zu halten, was aber überhaupt nicht klappte denn diese starben kläglich. Man hat erst später heraus gefunden dass es verschieden Orkas gäbe, die einen die sich von Fisch ernährten und die anderen von Fleisch, wie zum Beispiel Robben. Fisch = Sesshaft, Fleisch = Nomaden. Und jetzt glaubt man dass sich die Orcas noch heute erzählen würden dass hier mal ein paar Kollegen gefangen genommen wurden und es nicht der sicherste Ort seie.


Da, gleich rechts von uns sehen wir ein paar Orkaus, wau ist das cool. Etwa fünf Stück schwimmen da und unser Kapitän Versucht ihnen auf der Spur zu bleiben. Sie tauchen immer so drei viermal auf und dann verschwinden sie wieder im Meer. Unglaublich diese Riesen Fische, ich weiss es sind Säugetiere, im Meer zu sehen und zu wissen dass diese einfach wieder weg schwimmen können wohin so auch wollen. Hinter uns, ein Riesen Seehund wie er kurz auftauchen würde um Hallo zu sagen, uns gibt's im fall auch noch, hier, hier drüben sind wir. Und weg war er. Aber dafür gleich auf der linken Seite vom Schiff der ganze Orkaschwarm dicht bei uns. Wenn ich jetzt hier sitze und das schreibe habe ich Gänsehaut und Wasser in den Augen, unglaublich mit was für einer Eleganz sich diese Fische im Wasser bewegen. Wir drehten ab mit dem Boot, Richtung Leuchtturm. Viele Robben und Seehunde tummelten sich da und sonnten sich. Imposant diese Seehunde. Die Robben tarnten sich ziemlich gut auf den Felsen, ton in ton, und man musste richtig gut hinschauen um sie zu sehen flink wie sie sind. Mit vollspeed gings dann wieder zurück in den Hafen nach drei Stunden auf offener See. Ein unvergesslicher Tag wie so viele hier. Arne hat tolle Bilder geschossen, nicht ganz leicht auf Hohersee und Benjamin wollte gleich ein zweites Mal raus auf die See. Mit einem Riesen mocken Fleisch und Tschips im Bauch gings dann glücklich ab ins Bett. Schön wars, sehr sogar.


Mal gemütlich muss es ja auch sein und trotz wissen dass wir hier auf einer wunderschönen Insel sind, nehmen wir uns heute mal einen Tag frei um zu spielen und einfach zu sein. Denn unser Platz hier auf der Nummer 15 ist super schön und sollte auch mal belebt werden. Fast alle unsere Nachbarn sind gestern abgereist uns so haben wir viel Platz um uns auszubreiten. Mit laufendem Generator, leider haben wir sonst keinen Strom, geht's jetzt ans Frühstück vorbereiten.


Nach einem heftigen Fussballspiel mussten Hose genäht und Benjs leicht geschürften Knie verarztet werden. Zur Freude von ihm gibt's jetzt ein Ben Ten Kopf, selber ausgeschnitten und gestickt auf die zerrissene Hose (Weiterbildung: Ben ten ist ein kleiner Junge und ein Held der gegen alle Bösen Monster kämpf). Und diese Stickerei Beschäfftigte mich auch fast den ganzen Tag und bin immer noch nicht fertig, soll ja toll aussehen, oder, Bildchen folgt. Doch den ganzen Tag im Wald konnten wir nicht sein, frisch hier so 15 Grad oder vielleicht auch 16, grins. Nun ab in ein kleines Fischerdörfchen hier in der Nähe. Da gabs dann endlich ein Eis für alle und ein selbst gemachtes Holzschiff für Benjamin dass dann später bei uns zu hause auch ein Segel, Farbe und ein Rettungsboot bekam.


Mittlerweile schon fast dunkel freuen wir uns auf ein Stück Rippchen vom Grill und feinen Bratkartoffeln heute mal mit TK Gemüse, auch gut. Und dann wieder weiter Basteln, das Schiff ist ja noch nicht ganz fertig und Mami sollte auch noch abwaschen aufräumen und das liegen gebliebene verräumen und dann ja auch noch spielen mit dem Bösen Fahrzeug. A propo Böses Fahrzeug, Benjamin und Arne haben, glaube ich, den ganzen Nachmittag mit spielen verbracht und das nicht etwa im Wald nein alles drin im Trailer, kaum zu glauben. Arnes Finger weiss vor Kälte und Benjamins Backen warm vor Freude, keine Ahnung wo der Junge so viel Hitze her nimmt aber er hat sie.


Wie immer nach dem Essen ist dann noch spielen drin angesagt. Die Tiere müssen ja noch gefüttert werden und der Arzt fährt morgen früh in die Ferien und sein Auto, vorbildlich, ist auch schon gepackt mit all seinem Kleinkram. Elisabeth muss auf die Praxis aufpassen und Frau Meier braucht in der zwischen Zeit einen anderen Tierarzt. Der kleine Schoni, der normalerweise für die kranken Tiere da ist, brauch einen neuen Ferienjob und so denke ich hat es Benjamin ziemlich streng morgen früh mit all seinen Spielfiguren und Tieren.


Hab ich ganz vergessen, Arnes verband ist runter. Die Nase sieht gar nicht so schlecht aus. Bisschen dünner geworden würde er sagen und eine leichte Krümmung ist zu sehen. Luft kommt raus und Luft geht rein, ich denke das ist das wichtigste und den Rest kann er dann zu hause machen wie er das möchte, klein oder gross, dünn oder dick, krumm oder gerade, wie beim Frisör, die Auswahl ist riesig :)).


Heut ginge von einer Beach zur anderen und das sehr international. French Beach und China Beach stand auf unserer Liste. Von der Sonne in den Nebel und vom Nebel in die Sonne, ziemlich speziell der Wechsel der Natur. Und die eine Beach hatte nur Steine, French Beach und die andere war voller Muscheln, Riesen gross dafür nicht so schön, dass war an der China Beach. Das Wasser wie immer Saukalt aber der Dunkelschwarze Sand wunderbar warm und so konnten unsere Füsse sich immer wieder aufwärme. Benjamins Hosen waren so gefüllt mit Steinen dass sie ihm immer runtergefallen sind, das war ein Riesen Lacher sag ich euch, herrlich. Ich glaube nach dem heutigen Tag sind wir wieder so satt mit Eindrücken dass wir eine Pause brauchen. Arne meinte schon er bräuchte mal Urlaub vom Reisen, lach……




























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