Dienstag, 4. Oktober 2011

Bryce Canyon National Park


Dienstag, 27. September


Schön war das Telefonat nach hause. Jetzt aber alles zusammen räumen und los Richtung Wüsste. Utahs Wüste, eine karge Landschaft und über 100 Meilen kein gar nichts nur Staub, kleinst Grünzeug und Berge, eigentlich sind das auch nur Felsblöcken und gar nicht so richtige Berge. Bryce Canyon steht auf unserer Liste, ist gar nicht so weit nur ca. 3 Stunden, das finden wir ganz ok.


Unser Campground ist ganz in der nähe des Touristen Magnets, ca 30 Minuten und schön sich da zurück ziehen zu können. Erst haben wir es ja bereut nicht bis ganz oben hin mit unserem Trailer zu fahren, aber heute schaut das schon ganz anders aus. Nach dem Platz aussuchen und alles wieder herrichten, sind wir dann gleich los rauf nach Bryce Canyon. Der Sonnenuntergang muss da wunderschön sein, und das war er auch. Fast zu spät waren wir schon dran, denn die Sonne geht ja im Westen unter und das ganze ist Nordosten zu gerichtet. Trotz allem tolle Bilder konnten wir schiessen und auch noch ein Stück wandern. Die grosse Wanderung ist ja für morgen um 6 Uhr früh geplant. Die Massen an Menschen lässt einem erraten dass man nie alleine sein wird hier, grins. Viele Europäer sind hier versammelt, sind wohl Herbstferien.



Mittwoch, 28. September


5:30 Uhr morgens, alles ist noch dunkel und die Strasse noch leer. 1 Stunde Zeit um aufzustehen, wach zu werden, alles zu packen und zu frühstücken. Der Rucksack ist fertig, alle Brote geschmiert, es kann los gehen. Wirklich Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir auch am Bryce Point, nicht ganz alleine aber fast, nach gestern Abend hätte ich mehr Menschen erwartet. Kurz noch ein paar Bildchen vom Sonnenaufgang, atemberaubend schön und dann ab nach unten dem Peekaboo Trail entlang bis wir den Navaio Trias kreuzten und dann Richtung Sunset Point rauf zu laufen. Bis unten hatten wir den ganzen Canyon für uns, super toll. Benjamin war ganz aufgeregt zwischen den Steinen zu laufen und viel Dinge zu entdecken. Ganze vier Stunden waren wir unterwegs mit wenigen Pausen um nicht in die grosse Hitze zu kommen. Benj du bist der Beste. Mit vielen kleinen und grossen Ästen war er die ganze Zeit dicht bei uns und auch alles selber gelaufen ohne zu jammern, wann sind wir endlich da, cool wirklich.


Diese Wanderung war und ist einmalig, unvergesslich beeindruckend. Eine Vielfalt von Steinen und Sand, Farben und Düften, einfach toll. Benjamin meinte oft Spuren von Bären oder Pumas zu sehen, aber dem war leider oder zum guten Glück nicht so, sondern nur Schuhsolen abdrücke. Der ganze Ort ist ziemlich ausgetrocknet. Es muss ja im Sommer starke Regenfälle hier oben geben und dann später im Winter auch recht viel Schnee, sicher auch eine tolle Jahreszeit sich den Winter aus zu suchen.


Oh und das aller Beste hat ein Amerikaner geboten, der mich nach meinem Wanderstock gefragt hat. "Wo haben sie den den schönen Wanderstock her? Gibt's da unten etwa ein Souvenir Laden?" Als erstes habe ich gedacht der will mich veräppeln aber dann als die Frage nochmals kam, habe ich ihm ganz nett erklärt man könne sich einfach bücken und welche vom Boden auflesen wenn man einen für sich passenden Ast gefunden hat, grins. Unglaublich aber war, cool Frage vom Herrn Ami.


Zurück hier auf dem Campingplatz gab es zuerst mal den Resten zu essen aus dem Rucksack. Für Arne ein Nickerchen und ich schreiben. Benjamin hat ne Freundin hier gefunden und spielt ganz süss mit ihr, sie ist ja auch schon 8 Jahre alt, aber komisch Mami, gar nicht grösser wie ich. Und so hatten wir einen ruhigen Nachmittag.


Das Holz für unser Feuer haben Benjamin und Arne geholt und so kann einem romantischen Feuerchen nichts mehr im Weg stehen. Es wird ja hier am Abend auch früh dunkel, da wir hier ganz nah an der Zeitverschiebung sind. Nur 3 Stunden entfernt und die haben eine Stunde länger als wir hier. Nach langem Diskutieren wie es jetzt weiter gehen soll, ob Zion oder nicht, ob Gran Canyon oder nicht, ob Las Vegas oder nicht. Haben wir uns entschieden nach LA zu fahren und uns da ne Wohnung für zwei Monate zu mieten, um zur Ruhe zu kommen. Weit sind die Ausflüge von da auch nicht und unser Trailer steht ja immer bereit wenn wirs dann wieder sind. Wir sind einfach zu müde um all diese schönen Dinge zu geniessen und jeden Tag Nudelfertig, auch wenn alles super toll ist und wir hier zu dritt eine unglaublich harmonische Zeit haben. Aber jetzt genug geschrieben, das Abendessen steht an und dann früh in die Federn, morgen geht's dann weiter und das wird sicher ein langer Tag.

























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