Freitag, 9. September 2011

Chicago


Heute morgen um 6 Uhr aufgestanden, Sachen zusammen gepackt und um 7 Uhr gings los. Nur 1.5 Stunden Fahrt liegen vor uns und das macht uns alle sehr glücklich. Nach einer schöner Fahrt durch Dörfer und Städtchen und dann wieder viel Mais und noch einen schönen Garten mit viel Rasen, sind wir endlich angekommen. Leider aber vor geschlosseneren Tür und so kam die Frage auf, wohin. Nach langer Diskussion und Nervenstrapazen haben wir uns entschlossen den KOA in der nähe von Chicago aus zu probieren, wir wussten ja dass am Wochenende immer viel Kinder da auf dem Platz sind und sicher ein oder zwei Spielkameraden für Benj zu finden sind. Also nochmals einen Weg von 1.5 Stunden, insgesamt waren wir dann doch 6 Stunden unterwegs bis wir es hier hin geschafft hatten. Um genau zu sein sind wir hier ja in Woodstock, für alle Batik Freunde, gut zu wissen oder, grins.


Sogleich hier angekommen, ward Benjamin auch nicht mehr gesehen. Den ganzen Nachmittag, den Rest den wir noch hatten, haben die drei Kinder, ein kleines Mädchen und ein Junge in Benjamins alter, super süss gespielt. Was sie auch jetzt immer noch tun ob wohl es schon fast 20 Uhr ist. Arne und ich geniessen mal die Zweisamkeit. Und so haben wir uns entschieden hier das Wochenende zu verbringen, da ja eh alle Kinder am Sonntag nach hause müssen. Wir haben ja dann noch genügend Zeit am Montag und Dienstag uns Chicago anzuschauen.


Ein besuch in der Stadt, die wirklich toll ist. Die vielen Wolkenkratzer, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben, ragen von weitem aus dem Boden. Vorbei an einem riesigen Flughafen und so viele Flieger auf einem Haufen haben wir alle noch nie gesehen, beeindruckend. Die Stadt erweist sich ziemlich einfach zum sich orientieren und so hatten wir auch unglaublich viel Glück einen Parkplatz zu finden der nichts kostete und auch noch nah am Zentrum war. Lustiger weise sind hier ja viele Läden am Sonntag geschlossen was wir so nicht kannten bis jetzt. Ich finde so oder so hier ist vieles anders als anderswo. Zum Beispiel darf man mit dem grossen Töff ohne Helm fahren. Die Leute hier sind nicht angegurtet und auch sonst ziemlich speziell drauf. Aufgefallen mit dem Helm ist es uns schon dass hier zum Fahrradfahren einen Helm trägt, was sehr ungewöhnlich ist für die all zu behüteten Amerikaner und ihrer Sicherheit.


Dafür durften wir gestern eigentlich in Lake Michigan nicht schwimmen gehen. Warum auch immer das wissen nur die am Eingangstor. Und so hielten wir uns ein Mal mehr nicht an die Regel. Super tolles Wasser, sicher 24 Grad warm, wer kann da nein sagen. War lustig an einem Sandstrand zu sein mit Süsswasser, Benjamin konnte das fast nicht glauben. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wenn wir das letzte Mal am Strand gewesen sind und da wie immer gebuddelt hatten wie de Wilden.


Da wir ja weder Internet haben für diese Woche und unser Aufenthalt hier verlängert haben und die Route zu planen und wieder zu ändern und nochmals ändern, habe ich sie jetzt glaube ich gefunden. Nicht wie geplant weiter Ost werts sondern am in den Süden. Wenn wir ehrlich sind, sind wir alle recht müde. Übersättigt von so vielen tollen Eindrücken, können wir einfach nichts mehr aufnehmen. Wir sehen tolle Sachen und finden, ja haben wir woanders auch schon gesehen, und weiter geht's. Und diese Haltung beschäftigt uns sehr. Und deshalb der entscheid den Mississippi runter zu fahren um sich zu erholen von den Reisestrapatzen, grins. Wer hätte das gedacht :-).


Und so bin ich auch wieder leicht wirr im Kopf um Dinge zu schreiben, und da ich meine Worte nicht noch einmal lese wenn ich sie geschrieben habe, kann es chaotisch werden oder sogar sein.


Heute ist der grosse Börsen Tag, denn wir fahr nach Chicago und dann rein in die Börse, freu mich. Und tatsächlich dürfen wir Benjamin auch mit nehmen zu der Architekturführung in der Börse. Ja Architektur, das ist ne super Sache, denn so kommt man rein in die Börse und darf für 10 Minuten, bei einer Führung von 1er Stunde, auch in den Trading Raum rein schauen. Cool sag ich euch, hat mir, uns sehr gut gefallen. Hecktisch wie früher ist es wohl nicht mehr seid es Compis gibt aber lustig und beeindruckend die schönen Jacken wars trotz allem. Benjamin hat sich auch sehr für das Getue interessiert und wie erklärt man einem 5 jährigen die Börse. Ich habs mal mit Lolipop versucht und das hat richtig gut geklappt :)). Benjamin weiss jetzt wie man geldverdient und deshalb kann er sich jetzt alles kaufen was er gerne hätte, so seine Aussage. Gefällt mir auch gut, gel Arne....


Damit wir den Tag auch Kindergerecht gestalten können, haben wir uns entschlossen ins Aquarium zu gehen. Unglaublich, nicht nur der Eintrittspreis sonder auch noch vom Programm. Kaum drin gings schon los mit der Delfin Show und danach gleich noch den 4D Film und und und und. Mittlerweile ist schon 15.30 und der Bauch knurrt uns langsam, leider schliessen alle Lokale um 15 Uhr was für ein Pech. Wir konnten das kaum glauben aber in diesem Staat ist alles etwas anders als wir uns hier gewohnt sind.....


Nach 2 Stunden Tierchen kucken sind wir dann auch schon wieder am Ende unserer Kräfte und freuen uns ab ins Auto. Da es den ganzen Tag geregnet hat und ziemlich kalt war, wurden wir mit einem super schönen Sonnenuntergag belohnt. Die Abende hier sind unglaublich schön. Da der Himmel immer diese süssen Wölkchen macht sieht das alles traumhaft aus. Die Stadt wird golden erleuchtet und das auch nicht so schöne drum rum, wirkt auf einmal ganz schön, toll. Leider hat unsere Kamera den geist aufgegeben und so leider keine Bilder für euch nur meine kurz Beschreibung.


Apropo Kamera, cool sie ist endlich angekommen und wir freuen uns riesig auf tolle scharfe Bilder, was die alte leider nicht mehr hinbekommen hat seid dem Sturz aus dem Bett. Mal sehen ob man sie wieder flicken kann oder sie schmeissen muss.


Heute hatten wir einen kleinen Ausflug in der nähe. Lastwagen kucken die umgebaut worden sind zu Wohnungen. Unglaublich die Dinger, so was von toll und teuer, aber spektakulär. Arne und ich sind total begeistert und Benjamin wollte aus dem einen gar nicht mehr rauskommen. Was für ein Traum fürs alter, finden wir. Ich hab immer noch ein Schmunzeln auf meinem Gesicht wenn ich an die Teile denke, wau wau wau. Ich glaube das kann man sich erst vorstellen wenn man hier gereist ist mit, für europäischer Sicht, mit grossem Anhänger, für uns mittlerweile kleinem Anhänger.


Hier auf dem Platz haben wir ja wirklich der allerkleinste Trailer und das lässt einem manchmal schon die Dimensionen vergessen. Aber zu wissen das so ein ganzer Lastwagenzug kürzer ist als unser Bagage, lässt einem manchmal aber auch träumen.


Heute ist grosser Waschtag. Super Idee finden wir, denn in allen Campgrounds ist es verboten das Fahrzeug und die Anhänger zu waschen. Hier kommt einer vorbei und darf das für einem erledigen. So muss niemand in die Waschanlage, wir auch nicht und ich finde solche Ideen sollten auch unterstützt werden.


Mal wieder grosser Autocheck, nach dem wir ja schon zwei Reparaturen hinter uns haben hoffe ich nicht dass schon wieder eine ansteht. Nach etwa 30 Minuten warte Zeit haben wir die Hyobsbotschaft. Schon wieder was dass viel Geld kosten soll und dann auch noch lange Zeit in Anspruch nimmt. Aber dieses mal fand ich wir holen uns noch eine zweit oder wenns sein muss auch eine dritt Meinung ein. Und nachdem wir dann am Mittag reichlich angeschlagen zu hause waren, Benj und ich Fussball spielen und Minigolf, fuhr Arne nochmals ein zweites Mal in eine andere Werkstat, hier in der nähe.


Alles super, das Auto ist gebraucht und hat auch Abnützung, klar so viele Kilometer die wir auch mit machen, aber alles tip top. Das ist doch mal schön zu hören und es zeigt sich dass eine zweit oder dritt Meinung nie schaden kann. Und jetzt Auto reinigen, das hat es und wir verdient :-)


Was für eine Wildwest Stadt gleich neben an. Ein Paradies, wie Benjamin sagt, für Kinder. Karussell fahren, Steinschleuder schiessen, Goldwaschen, Pistolen schissen, Pony reiten, Wild West Show, Kleintierzoo, Pfeilbogenschiesse, Kanu fahren auf dem Fluss, Achterbahn (au, mein Rücken schmerzt immer noch) fahren und und und und. Und das in glatten 2.5 Stunden. Wir dachten, es kann ja nicht sein dass wir eine Woche hier sind und das nahe liegende nie ausprobieren. Das mit dem Steak House haben wir dann gelassen, weil Arne und ich so geschafft waren :).


Wir haben auch schon alles erledigt um morgen früh ab zu fahren und deshalb nutzen wir die letzten Stunden mit bequemen Internet, wer weiss wann es wieder so weit ist, online zu sein.






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