Montag, 26. September 2011

Rocky Mountains


Mittwoch, 21. September


Was für ein Panorama. Erstens ist uns wieder eine Stunde geschenkt worden und die Berge leuchten wunderschön, ich freu mich. Nach einem nicht so optimistischen Tag gestern, auch wegen der Müdigkeit, ist heute wieder viel Elan da. Benjamin freut sich wieder spielen zu können im Trailer und unser Alltag normalisiert sich wieder. Unsere nächsten Etappen sind nicht mehr lange Fahrten so zwischen 1er und 2 Stunden und das ist absolut ok. Teilweise müssen wir unser Trailer auch stehen lassen um ins Gelände zu kommen und so sicher auch mehrere Nächte am selben Ort sein.


Heute ist noch Ölwechsel angesagt, damit unser Traqtor die Berge auch gut übersteht. Arne macht sich schon auf die Socken. Unser Bilder wollen ja auch bearbeitet werden und so rechnet der Compi und ich spiele noch mit Benjamin. Trotz Mäkelei von gestern haben wir die Gegend unter die Lupe genommen, denn hinten am Messegelände hat sich noch ein süsser See versteckt und eigentlich ist es hier gar nicht so schlimm wie wir gestern fanden. Und dann hat Benjamin entdeckt dass sich drüben auf dem Parkplatz Leute fertig machen um ihre Pferde zu reiten. Hier reiten dachte ich, aber wir haben ja noch nicht das ganze Gelände gesehen und so auch nicht die Reithalle gleich gegenüber unseres Trailers. Natürlich mussten wir ihnen kurz bei der Bodenarbeit zuschauen und ich habe mich richtig gefreut Leute zu treffen die dem Pferd auch gutes tun.


Aber nun ist es wieder Zeit auf zu brechen und unsere Zelte wo anders auf zu bauen. Ab in die Berge. Unglaublich schön wieder in der Natur zu sein und wir wurden auch so gleich beim Visitor Center belohnt mit einer grossen Herde Wapitihirsche samt Bock, dem ja nicht zu nahe treten soll. Schönes kitschiges Örtchen das Estes Park. Nach reichlich Informationen ist es Zeit uns eine Bleibe zu suchen, ich hoffe schwer mehr wie nur eine Nacht, denn fahren kann ich nicht mehr. Und ich, besser gesagt wir alle möchten wieder zur Ruh kommen. Nach ca. 30 Minuten von Estes sind wir am Campground und leider nur für eine Nacht eine Site frei, schade. Nett hier schönes Tal zwischen hohen Bergen, die leicht mit Schnee bedeckt sind. Ja, und heute hats doch tatsächlich, wenn auch ziemlich nass, geschneit. Regenjacken haben wir noch immer keine und so gebe ich mich auch mit Müllsäcken unter meiner Windjacke zufrieden.


Unten in der Ebene hats viele Wapitihirsche, die sich hier versammeln um sich zu paaren. Und so wie die Wapitis kommen auch die Menschen in scharen, nicht etwa zu Fuss, nein alle in ihren Autos. Nur die Familie Völker bewegt sich zu Fuss mit Rucksack um die Hirsche zu sehen. Beeindruckend voll so nah diese Riesen Geweihe zu sehen und eigentlich kann man sich gar nicht satt sehen, wunder schön sag ich euch, Hühnerhaut mässig :-).


Zum guten Glück ist mir noch eine wunderschöne Raupe ins Aug gesprungen, die, die Amis aus ihrem Auto sicher nicht sehen konnten. Da es ja Paarungszeit ist dürfen wir leider nicht am Flüsschen entlang laufen, wir wollen ja nicht gleich in ein Geweih rein spazieren und deshalb mussten wir die ganz Strecke mit den Autos teilen.










Donnerstag, 22. September


Ganz gemütlich aufstehen, Ovi machen für Benjamin und die Zeitumstellung (1 Stunde plus) geniessen. Und so sind wir tatsächlich schon um 8 Uhr auf der Piste rauf auf die Berge. Ich frage mich noch immer, schafft unsere Traqtor diese Höhenmeter oder gibt er auf. Bis auf 4.000 Meter soll es heute gehen, ich hoffe ohne Schnee und Eis.


Langsam, langsam fährst. Immer wieder werden wir gezwungen anzuhalten um diese Atemberaubende Aussicht zu geniessen. Lange hat uns nichts mehr so beeindruckt wie diese Natur hier. Nicht nur die Weite und die Tiere, sondern es sind die wunderschönen Herbstfarben die das ganze so Kitschig erscheinen lässt. Nach dem 4.000 noch ein kleiner Stop. Unsere Bremsen am Traqtor stinken und der Rauch quillt aus den Rädern, alles gut? Ja zum Glück, nach einer Pause von einer halben Stunde konnten wir weiter fahren und das dann im ersten oder zweiten Gang um die Bremsen nicht mehr so zu strapazieren, geschafft.









Unten am Visitor Center haben wir uns noch nach Zeltplätzen informiert und nach dem grossen Frust von gestern, da keine online Reservierung, haben wir erfahren dass es immer noch freie Plätze hat und es sei kein Problem. Den schönsten haben wir uns ausgesucht, umwerfend. Nach so viel Stadt wieder mal am See zu sein.


So konnte Benj spielen, leider fehlen hier immer noch andere Kinder, Arne und ich ein wenig pausieren. Oh und das wichtigste, wieder mal ne Dusche zu sehen ist auch nicht schlecht. Wir haben hier auch Strom und Wasser, was möchte man auch noch mehr. Wieder mal ein Feuer, das habe ich genossen. Auch wenns hier am Abend sau kalt wird, so war es wunderschön das zischen der Flammen. Es soll hier jeden Abend ein Fuchs zu besuch kommen, das ist ja wie oder war wie zu hause. Leider haben wir ihn heute verpasst, vielleicht haben wir morgen mehr Glück. Oder waren die Spuren unten am See doch von einem kleinen Bär?


Der See ist übrigens Sommer wie Winter nicht über 4 Grad. Nichts mit schwimmen, zur grossen Enttäuschung von Benjamin, der meinte das macht nichts, schwimmen ist schwimmen. Ich glaube nicht das der junge Mann nur ein Zeh da rein steckt. Es hat unglaublich schöne Steine hier und wie immer musste ich auch ein paar zusammen suchen die ich dann in ein beschriftetes Säcken fülle um es als Andenken dann nach hause zu nehmen.









Freitag, 23. September


Gestern dachten wir noch hier wird's bestimmt nicht so kalt in der Nacht. Ja denkste. Schlimmer wie gestern, unsere laute Gasheizung ist fast die ganz Nacht gelaufen und das bei 15 Grad Einstellung. Draußen ist alles gefrohren, sieht lustig aus, sogar unsere Campingstühle. Über dem See hängt teilweise Nebel und setzt sich bei den Inselchen fest. Es ist 7 Uhr morgens und die Sonne zeigt sich langsam am Himmel und färbt die Berge und die Wälder Rot Gold ein.


Da wir ja Strom haben geht das mit der Ovid und dem Tee was leichter und die Mikrowelle hilft mir dabei. Heute mal ganz easy. Kleine Ausflüge sind geplant längs des Sees. Ein kleines Dörfchen soll sich hier noch irgendwo verstecken und das entdecken wir bestimmt auch noch. Vielleicht können wir dann unsere Bremsen checken lassen. Es soll zwar nicht mehr so auf und ab gehen, aber man weiss ja nie.


Habe ich schon erwähnt dass unsere Nachbarn aus der Schweiz sind. Ist manchmal Lustig dass an den kältesten Orte, jetzt in der USA, so viele Schweizer hat. Unsere anderen Nachbarn sind aus Texsas, geflohen von der Hitze fühlen sie sich bei Temperaturen am Tag 15 Grad und in der Nacht -5 Grad sichtlich wohler.


So und jetzt Frühstücken und dann ab nach Granby, wieder mal Waschen ist angesagt. Und nicht nur ein Waschsalon mit funktionierenden Maschinen sonder noch ein toller Spilpi ganz in der nähe. Bremsen sind auch kontrolliert worden und alles io, bin ich froh.


Zurück beim Trailer hatten wir uns eigentlich vorgenommen eine kleine Wanderung zu machen, aber nach dem Mittagessen kam alles anders. Benjamin ganz vertieft in seiner Spielwelt, Arne und ich am Sonnen geniessen draußen auf unserer Terrasse. Ist unglaublich warm heute ganze 25 Grad, das tut richtig gut. Wir diskutieren gerade wie weiter mit unserer Reise und wie lange wir wo noch bleiben. Noch immer ein grosses Fragezeichen ist Südamerika. Eigentlich möchten wir gerne noch hier bleiben, aber unser Visum läuft ab. Und so planen wir das nächste Jahr mal durch. Zurück nach Südamerika. Den Flieger nach Buenos Aires ist ja schon gebucht. Wir haben mittlerweile aber auch raus gefunden dass da Schulferien sind, weil Hochsommer, und man es in der Stadt gar nicht aushält so warm sei es. Tja, manchmal sollte man sich besser im Voraus interessieren über das Land wos hin gehen soll. Aber besser spät wie nie. Und so haben wir uns entschieden Sommerferien in Uruguay zu machen mit Ausflügen in Argentinien und Uruguay. Wenn das nur gut kommt, wir sind ja Weltmeister im umplanen und alles auf den Kopf zu stellen.


Jetzt aber zurück ins hier und jetzt. Langsam füllt sich der Campground wieder mit Menschen, ist ja Wochenende und Benjamin wartet sehnlichst auf einen Spielkameraden. Es hat zwar ein Junge nicht weit von uns entfernt aber mit dem mag er nicht spielen, der sei zu rund, nett gesagt. Als ich ihn fragte warum er denn keinen dicken Freund mag, meinte er, er darf schon dick sein aber nur halbdick eben und der sei nicht halbdick :-). Wo er recht hat, hat er recht.


Den Rest des Tages waren wir auf unserer Site und mal am See unten den Sand umgraben. Mal machte Benjamin eine runde mit seinem Fahrrad und ansonsten mal einfach faulenzen, schön.





Samstag, 24. September


Uns ist das Gas ausgegangen. Das bedeutet keine Heizung mehr und frieren. Zum Glück erst am morgen um 6 Uhr und nicht schon mitten in der Nacht. Was für ein lieber Hoste. Als er Arne gesehen hat die Flaschen ab zu montieren um diese zu füllen hat er uns eine kleine Flasche gegeben um die Zeit zu überbrücken bis um 8 Uhr den erst dann öffnet der Laden mit dem Gas. Ihr müsst wissen dass es am morgen so kalt ist dass der ganze Trailer anläuft und die Scheiben so gleich gefrieren ohne Heizung, super kalt.


Heute war den ganzen Tag aber Sonnenschein und so warm dass sich Arne ziemlich die Nase verbrannt hat, was für ein Kontrast. War ja unser letzter Tag hier und eigentlich stand eine Wanderung um den See an, aber irgendwie schafften wirs wieder nicht. Unser Platz hier ist so schön dass man es einfach auch hier geniessen kann. Und nach einem Abstecher auf den Spielplatz war der Tag auch schon durch. Wir fauler wir.


Für morgen ist auch schon alles vorbereitet damits früh los gehen kann. Mit der Zeitverschiebung kämpfen wir immer noch und so sind wir am Abend um 20 Uhr im Bett dafür um 6 Uhr wieder auf, auch gut finde ich. Geplant sind mal 5 Stunden Fahrt, ich hoffe nicht mehr und bin schon sehr gespannt wie die Landschaft sich ändern wird. Wir fahren zu den Berühmten Arges Felsbögen, freu mich. Übrigens ist jetzt so richtig Herbst geworden, wunder schön golden leuchten die Blätter der Bäume. Eine wunderschöne Jahreszeit um hier zu sein.





Sonntag, 25. September


Nach einer Woche ohne Internet würden wir uns über welches sehr freuen. Ich hoffe es zu finden am nächsten Ort. Da unser Provider immer versagt T-Mobile suchen wir dann noch eine andere Lösung für unser Internet. Diese heiss Wal Mart und diese verkaufen PrePay Karten auf einem stabileren Netz, ich hoffe es klappt. Na denkste so einfach ist das nicht und so leben wir weiterhin ohne den Luxus Internet.


Eine wunderschöne Fahrt durch die Berge, gelb orange eingefärbte Blätter und die Tannen verschmelzen in wunderschönstem Einklang, wie ein Öl Gemälde. Eigentlich hatten wir ja gedacht dass wir schnellst möglichst auf der Interstate landen, aber denkste. Missi unser Navi, hat wohl vergessen dass wir ein Trailer ziehen und so schleppte uns dies zwar durch wunderschöne Landschaften auch am Colorado River entlang wie aber auch durch unglaubliches Hoch und Ab fahren was unserem alten Traqtor nicht so gefällt. Denn auch dieses Mal stoss er an seine Grenzen mit den Bremsten. Nichts mit Rauch aber unangenehmen Geruch den uns die halbe Stecke begleitete.


Im nichts eine Riesen Party, unglaublich manchmal. Da ist davor nichts und danach nichts und die Leute treffen sich im Nirgendslann und feiern. Schön ist das ja, aber wir fragen uns schon wie all die Leute leben und was man hier so tut. Lebt man hier von den Kühen? Das Land ist karg und nichts sehr fruchtig, so scheint es zumindest für uns. Und manchmal fährt man an Schildern vorbei dass vermuten lässt hier müsste es auch irgendwo Kinder geben, den der Schulbus fährt vorbei.


Eigentlich kommt es einem vor wie im Wilden Westen und eigentlich fehlen nur noch die Indianer die einem von den Hügel beobachten und einem begleiten, kitschig. Ja der Wilde Westen, der hat auch reichlich Pferde. Wunderschöne Herden kann man sehen und eine Vielfalt an Farben und Mischungen. Hab Heimweh nach Balou und hoffe er vermisst mich nicht mehr und fühlt sich mittlerweile zu hause in Deutschland.


In der nähe von Aspen haben wir getankt. Meine Güte ist das Touristisch, wir sind uns das gar nicht mehr gewöhnt und so gabs nur einen kleinen Stop an der Tankstelle und dann weiter Richtung Arches National Park. Oh wir mussten ja noch Einkaufen und was essen und so gabs dann noch einen zweiten Stop bei MCD und Wal Mart. Eigentlich sollten wir da längst Member sein so oft wie wir uns da sehen lassen. Mit aufgefülltem Bauch und Kühlschrank gings dann nochmals für weiter zwei Stunden in die selbe Richtung.


Geschafft, endlich sind wir da am Green River, das ist etwa 30 Minuten von Arches entfernt und lässt uns den Trailer nicht weit von der Autobahn parkieren. So können wir morgen da hin ohne unsere Wohnung, was uns den Weg sicherlich erleichtert. Da hier ja alles rauf und runter geht lässt man seine Wohnung lieber zu hause :)).


Seid wir hier in Utah sind ist das Land wieder etwas flacher geworden und die Hügel die einem links und rechts begegnen sehr beeindruckend. Da ich leider die Entstehungsgeschichte nicht so ganz weiss, was ich aber nachholen möchte, erzählen wir Benjamin so ungefähr wie hier alles entstanden ist. Die Farben der Wände wechseln von Schwarz zu Grau über Orange zu Rot oder leicht Grün. Es hat hier ja auch viele Schwefelquellen und die Leute kommen her zum sich Kuren. Benjamin fand schon, oh toller Wasserspass, aber nichts da nur für Betagte Personen :-) so wie Arne und ich.


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Mississippi River



Sonntag 18. September


Nach einer Dusche, aber keinem Frühstück, gings lost Richtung Südwesten zum Mississippi. Rund 2 Stunden Fahrtzeit liegen hinter uns, zum nächsten US Army Corps of Engineers Campground. Der liess sich auch ganz einfach finden, denn mittlerweile wissen wir ja dass immer eine Bahnlinie in der nähe des Campgrounds liegt und so war es auch dieses Mal :-). Unsere Nachbarn von KAO Campground haben so geschwärm von hier und wie toll das sei, ist auch ganz nett hier. Leider haben wir dieses Mail keine Vergünstigung bekommen, angeblich ist unser Nationalparkpass hier nicht gültig und so wir der Preis auch nicht halbiert, schade. Aber Preis Leistung immer noch total ok, möchte ich einfach noch dazu schreiben.


Leider regnet es schon den ganzen Tag und das schränkt unsere Sicht zum Fluss ein. Aber ich denke da wir noch lange am Fluss empfang fahren kommen wir nicht zu kurz mit Wasserblick. Dafür blieben die Mücken aus auf unseren frisch gewaschenen Fahrzeugen, auch mal toll. So musste Arne die Leichen nicht beiseite schaffen.


Unsere Neugier wie Davenport wohl ist, ob gross oder klein, alt oder neu, zog es uns in diese Richtung. Durch nicht so tolle Häuser, alt das würde ja gehen, aber ziemlich ramschig drum herum. Und so Zeigte sich die Stadt mit super tollen grossen Villen und tollen Gärten (rar) und lauter zerfallenen alten Fabriken. Ich denke das war mal eine wichtige Stadt die ihre Goldenen Zeiten hinter sich hat. Ist auch unglaublich viel zu verkaufen hier, schade eigentlich, man könnte viel draus machen wenn mehr sorge da zu getragen würde.


Auf der Suche nach einer Regenjacke, leider vergebens, sind wir auf lauter krank aussehende Menschen gestossen, was für eine Aufmunterung. Unglaublich wie schnell sich Quartiere ändern können von schön zu ramischelig. Dafür haben wir unsere FOR SALE Schilder gekauft, da wir ja unser Trailer wieder verkaufen müssen. MIt einem lachenden und einem weinenden Auge. Mal schauen was wir mit dem Traqtor machen. Oder kennt jemand anders eine verrückte Familie die auch auf Reisen gehen will in den USA, könnte ja sein.


Dafür ist hier das Benzin so günstig wie noch nie, sagte Arne zu mir. So günstig dass man glauben muss, dass die einem nur anlocken wollen um einem Auszurauben, grins. Ich habe begonnen Amerikanische Paranoia anzunehmen und sehe gleich immer das schlimmste vom Schlimmsten, Arne lacht und nimmst locker. Nun lassen wir uns überraschen wos morgen hin geht, so genau einen Plan haben wir ja nicht, nur die Richtung und das ist auch mal schön.


Und ohne Internet gibt's wiedermal ein Lese und Spieliabend, das wird lustig. Arne: Eine Stadt mit B: keine Ahnung und ein Fluss mit H: ich habe alles aber ein Fluss mit H kommt mir leider nicht in den Sinn :-). Danach aber ins Bett, Hunde müde sind wir, den schlaf können wir gut brauchen.








Montag 19. September


Das ging wie der Blitz. Mittlerweile sind Arne und ich ein richtig gutes Team geworden im an- und ab-hängen des Trailers unglaublich, das hätte ich fast nicht für möglich gehalten. Am Anfang war das ja einwenig anders und für eine Nacht hätten wir den Trailer nicht so einfach vom Auto genommen, aber so ist das ein Ding von 10 Minuten, wenn nicht schneller. Gibt's eigentlich auch Wettbewerbe für Trailer, anhängen? Da würden wir bestimmt toll abschneiden, grins, auch wenn der Hitch noch nicht am Auto ist, gel Arne :-).


Hab ich eigentlich schon erwähnt dass wir noch eine Kreuzfahrt geplant haben. Das ist so richtig cool finden Benjamin und ich, Arne kommt dann auch noch ins schwärmen ich bin sicher. Seid Benjamin so ein Riesen Ding im Hafen von Vancouver gesehen hat ist er so begeistre ein Kreuzfahrt zu machen, dass er gleich morgen einsteigen will. Auch im Mississippi, um dann runter nach Santiago zu fahren und ums Kaphorn, grins. Nein, Scherz bei Seite. Wir fahren mit dem Schiff ums Kaphorn und ich freu mich riesig auf diesen Trip obschon der Trip hier noch gar nicht fertig ist. Abenteuer auf Abenteuer, es nimmt keine Ende.


Auch wenn wir hier noch alles versuchen zu geniessen und uns anzuschauen, sind unsere Gedanken oft an Florida: wo wohnen, Trailer und Auto verkaufen oder lagern, wo wohnen in Buenos Aires und und und. Und das alles in nur zwei Monaten. Ich weiss, unser stress möchten glaube ich noch viele haben, aber wir nicht, wir möchten bloss reisen :-).


Zu schnell dürfen wir ja den Mississippi nicht runter fahren, denn die Hurrikan Saison ist noch nicht beendet und dann kommt auch noch dass der Mississippi Hochwasser weiter im Süden hat. Meine Frage? Sollen wir wieder an die Westküste, ist ein weiter Weg, vielleicht aber sicherer von den Naturkatastrophen. Die Frage wird uns wohl noch ne ganze Weile beschäftigen, mal sehen. Wir haben ja nur einen Termin und das ist der 29. November da wollten wir eigentlich raus aus den Staaten um nächstes Jahr früher ein reisen zu können.


Gerne möchte ich ja noch die Schulbank drücken um ein wirklich gutes Englisch zu sprechen und Benjamin könnte dann auch hier in den Kindergarten gehen. Mittlerweile träumt der kleine Mann ja auch schön englisch, das ist super süss. Arne und ich amüsieren uns sehr, wenn er englisch in seinen Träumen redet, finden wir auch toll. Auch seine Spielsparche ist nicht mehr Hochdeutsch oder nicht mehr ausschliesslich, sondern hat sich zum englischen hin gewechselt, wenn auch manchmal nichts heissend sondern nur klingend.


Immer noch sehr herzig finden wir wenn er uns sagt wir sollen kein englsich mit ihm sprechen, aber er tut es zugleich mit uns. Wie zum Beispiel, Mami wie viel sind five und six; meine Antwort auf diese Frage ist natürlich, Eleven; darauf Benjamin, nein Mami nicht auf englisch auf deutsch, ich will nicht dass du so sprichst mit mir. Und so geht es eigentlich die ganze Zeit, süss nicht war.


Immer schön der Great River Roate entlang, entlang des Flusses. Nach ca. 2 Stunden kommt die Frage auf: Machen wir das richtige? Mais, Sojabohnen und Wasser ist das wirklich das was wir sehen wollen. Dazu kommt es noch dass es die ganze Zeit regnet, ist das ein Zeichen.


Nach einem Stop in der nähe von Muscatine Flughafen, wau es gibt Internet, haben wir uns entschieden.

W I R F A H R E N N A C H W E S T E N.


Was für ein Entscheid und wie soll ich sagen, in der gleichen Zeit beginnt die Sonne zu scheinen, ist das nun ein Zeichen. Längst hätten wir uns um entscheiden müssen. Wir waren ja schon in Calgary unserer Tour unsicher und da schon am diskutieren wie weiter. Nun wissen wirs und wir sind alle erleichtert. Zwar müssen wir jetzt 11 Stunden nach Denver blochen, was uns da aber erwartet lohnt sich bestimmt. Ich Kahns gar noch nicht richtig fassen was wir hier tun, aber es fühlt sich richtig toll an, bin richtig aufgeregt in Richtung Herkunft zu fahren. Irgendwie ist Kalifornien zu unserem Heimatstaat geworden hier in den USA, lustig das hätte ich nie für möglich gehalten dass man sich so schnell identifiziert, aber schön.

Samstag, 17. September 2011

Wild Wild West



Dienstag, 20. September


Fast haben wirs geschaft um nach Denver zu kommen. Nach einer lauten Nacht in der nähe der Autobahn, gings heute morgen um 9 Uhr los, ohne Stress und sogar mit Kaffe und Frühstück, wer wollte. Das Wetter nicht mehr ganz so toll wie gestern, aber wer stört das schon da wir ja eh Autofahren müssen.


Die Landschaft zeigt sich wie weiter oben, bei der Überquerung nach Chicago, sehr ähnlich. Viel Mais, der Soja ist fast verschwunden und später nicht mehr ganz so viele kleine Seen dafür besser gepflegt und teils auch bewohnt mit tollen Häusern mit direktem Bootssteg vor der Terrasse, wau. Mittlerweile wissen wir auch warum die Maisfelder hier alle Kreisrund sind, aus dem Flieger konnte man dass gut sehen. Es geht um die Bewässerungsanlagen die Kreisrund drüber fahren damit das ganze überhaupt wachsen kann, beeindruckend nicht.


Lustiger weise kaum ist der Staat Nebraska zu ende, wechselt die Landschaft und es wir so Prärieartig. Kein Mais mehr zu sehen oder viel weniger dafür viel mehr Rindviecher zu sehen in Colorado. Die Autobahn ist hier auch viel verlassener so dass ich beim schreiben nichts verpasse, denn es reicht alle paar 100 Meter raus zu schauen, grins. Dafür fühlt sich dieser Lange Weg immer noch richtig an und wir freuen uns auf die Rocky Mountains und was sonst noch auf uns zu kommt. Es muss da auch noch tolle Sanddünen geben nebst dem Colorado und wieder viele Tiere, Natur pur. Freu mich auch wieder mal ein Feuer zu machen im Wald und ein Stück Fleisch zu braten, lang ist es her.


Der Himmel Richtung Berge ist ziemlich dunkel und wie näher wir an Denver ran fahren schaust nach Tornado aus. Super dem Hurrikan ausgewichen gleich dem Tornado in die Hände. Zum guten Glück umfahren wir Denver recht und wer weiss ob das wirklich einer war, so genau wissen mag ich das auch nicht. Dem ersten Campingplatz den Rücken zu gedreht folgt die zweite Pleite zu gleich. Unglaublich dieser Platz hier. Ein Ort von nichts und ich glaube das wird sich in der nächsten Zeit auch nicht verändern. Morgen Solls dann ab in die Berge gehen.


Nach so viel Pech, haben wir ein Glück. Ein wunderschöner Sonnenuntergang hinter den Bergen, sehr spektakulär sag ich euch. Und nur schon für das hat sich diese Fahrt wirklich gelohnt. Mittlerweile sind wir aber so richtig fertig, zwei schlechte Nächte und dann auch noch diese Fahrerei so langsam reichts dann wieder. Freu mich morgen ein Feuer zu machen und einfach die Ruhe im Wald wieder zu geniessen.






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Freitag, 9. September 2011

Chicago


Heute morgen um 6 Uhr aufgestanden, Sachen zusammen gepackt und um 7 Uhr gings los. Nur 1.5 Stunden Fahrt liegen vor uns und das macht uns alle sehr glücklich. Nach einer schöner Fahrt durch Dörfer und Städtchen und dann wieder viel Mais und noch einen schönen Garten mit viel Rasen, sind wir endlich angekommen. Leider aber vor geschlosseneren Tür und so kam die Frage auf, wohin. Nach langer Diskussion und Nervenstrapazen haben wir uns entschlossen den KOA in der nähe von Chicago aus zu probieren, wir wussten ja dass am Wochenende immer viel Kinder da auf dem Platz sind und sicher ein oder zwei Spielkameraden für Benj zu finden sind. Also nochmals einen Weg von 1.5 Stunden, insgesamt waren wir dann doch 6 Stunden unterwegs bis wir es hier hin geschafft hatten. Um genau zu sein sind wir hier ja in Woodstock, für alle Batik Freunde, gut zu wissen oder, grins.


Sogleich hier angekommen, ward Benjamin auch nicht mehr gesehen. Den ganzen Nachmittag, den Rest den wir noch hatten, haben die drei Kinder, ein kleines Mädchen und ein Junge in Benjamins alter, super süss gespielt. Was sie auch jetzt immer noch tun ob wohl es schon fast 20 Uhr ist. Arne und ich geniessen mal die Zweisamkeit. Und so haben wir uns entschieden hier das Wochenende zu verbringen, da ja eh alle Kinder am Sonntag nach hause müssen. Wir haben ja dann noch genügend Zeit am Montag und Dienstag uns Chicago anzuschauen.


Ein besuch in der Stadt, die wirklich toll ist. Die vielen Wolkenkratzer, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben, ragen von weitem aus dem Boden. Vorbei an einem riesigen Flughafen und so viele Flieger auf einem Haufen haben wir alle noch nie gesehen, beeindruckend. Die Stadt erweist sich ziemlich einfach zum sich orientieren und so hatten wir auch unglaublich viel Glück einen Parkplatz zu finden der nichts kostete und auch noch nah am Zentrum war. Lustiger weise sind hier ja viele Läden am Sonntag geschlossen was wir so nicht kannten bis jetzt. Ich finde so oder so hier ist vieles anders als anderswo. Zum Beispiel darf man mit dem grossen Töff ohne Helm fahren. Die Leute hier sind nicht angegurtet und auch sonst ziemlich speziell drauf. Aufgefallen mit dem Helm ist es uns schon dass hier zum Fahrradfahren einen Helm trägt, was sehr ungewöhnlich ist für die all zu behüteten Amerikaner und ihrer Sicherheit.


Dafür durften wir gestern eigentlich in Lake Michigan nicht schwimmen gehen. Warum auch immer das wissen nur die am Eingangstor. Und so hielten wir uns ein Mal mehr nicht an die Regel. Super tolles Wasser, sicher 24 Grad warm, wer kann da nein sagen. War lustig an einem Sandstrand zu sein mit Süsswasser, Benjamin konnte das fast nicht glauben. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern wenn wir das letzte Mal am Strand gewesen sind und da wie immer gebuddelt hatten wie de Wilden.


Da wir ja weder Internet haben für diese Woche und unser Aufenthalt hier verlängert haben und die Route zu planen und wieder zu ändern und nochmals ändern, habe ich sie jetzt glaube ich gefunden. Nicht wie geplant weiter Ost werts sondern am in den Süden. Wenn wir ehrlich sind, sind wir alle recht müde. Übersättigt von so vielen tollen Eindrücken, können wir einfach nichts mehr aufnehmen. Wir sehen tolle Sachen und finden, ja haben wir woanders auch schon gesehen, und weiter geht's. Und diese Haltung beschäftigt uns sehr. Und deshalb der entscheid den Mississippi runter zu fahren um sich zu erholen von den Reisestrapatzen, grins. Wer hätte das gedacht :-).


Und so bin ich auch wieder leicht wirr im Kopf um Dinge zu schreiben, und da ich meine Worte nicht noch einmal lese wenn ich sie geschrieben habe, kann es chaotisch werden oder sogar sein.


Heute ist der grosse Börsen Tag, denn wir fahr nach Chicago und dann rein in die Börse, freu mich. Und tatsächlich dürfen wir Benjamin auch mit nehmen zu der Architekturführung in der Börse. Ja Architektur, das ist ne super Sache, denn so kommt man rein in die Börse und darf für 10 Minuten, bei einer Führung von 1er Stunde, auch in den Trading Raum rein schauen. Cool sag ich euch, hat mir, uns sehr gut gefallen. Hecktisch wie früher ist es wohl nicht mehr seid es Compis gibt aber lustig und beeindruckend die schönen Jacken wars trotz allem. Benjamin hat sich auch sehr für das Getue interessiert und wie erklärt man einem 5 jährigen die Börse. Ich habs mal mit Lolipop versucht und das hat richtig gut geklappt :)). Benjamin weiss jetzt wie man geldverdient und deshalb kann er sich jetzt alles kaufen was er gerne hätte, so seine Aussage. Gefällt mir auch gut, gel Arne....


Damit wir den Tag auch Kindergerecht gestalten können, haben wir uns entschlossen ins Aquarium zu gehen. Unglaublich, nicht nur der Eintrittspreis sonder auch noch vom Programm. Kaum drin gings schon los mit der Delfin Show und danach gleich noch den 4D Film und und und und. Mittlerweile ist schon 15.30 und der Bauch knurrt uns langsam, leider schliessen alle Lokale um 15 Uhr was für ein Pech. Wir konnten das kaum glauben aber in diesem Staat ist alles etwas anders als wir uns hier gewohnt sind.....


Nach 2 Stunden Tierchen kucken sind wir dann auch schon wieder am Ende unserer Kräfte und freuen uns ab ins Auto. Da es den ganzen Tag geregnet hat und ziemlich kalt war, wurden wir mit einem super schönen Sonnenuntergag belohnt. Die Abende hier sind unglaublich schön. Da der Himmel immer diese süssen Wölkchen macht sieht das alles traumhaft aus. Die Stadt wird golden erleuchtet und das auch nicht so schöne drum rum, wirkt auf einmal ganz schön, toll. Leider hat unsere Kamera den geist aufgegeben und so leider keine Bilder für euch nur meine kurz Beschreibung.


Apropo Kamera, cool sie ist endlich angekommen und wir freuen uns riesig auf tolle scharfe Bilder, was die alte leider nicht mehr hinbekommen hat seid dem Sturz aus dem Bett. Mal sehen ob man sie wieder flicken kann oder sie schmeissen muss.


Heute hatten wir einen kleinen Ausflug in der nähe. Lastwagen kucken die umgebaut worden sind zu Wohnungen. Unglaublich die Dinger, so was von toll und teuer, aber spektakulär. Arne und ich sind total begeistert und Benjamin wollte aus dem einen gar nicht mehr rauskommen. Was für ein Traum fürs alter, finden wir. Ich hab immer noch ein Schmunzeln auf meinem Gesicht wenn ich an die Teile denke, wau wau wau. Ich glaube das kann man sich erst vorstellen wenn man hier gereist ist mit, für europäischer Sicht, mit grossem Anhänger, für uns mittlerweile kleinem Anhänger.


Hier auf dem Platz haben wir ja wirklich der allerkleinste Trailer und das lässt einem manchmal schon die Dimensionen vergessen. Aber zu wissen das so ein ganzer Lastwagenzug kürzer ist als unser Bagage, lässt einem manchmal aber auch träumen.


Heute ist grosser Waschtag. Super Idee finden wir, denn in allen Campgrounds ist es verboten das Fahrzeug und die Anhänger zu waschen. Hier kommt einer vorbei und darf das für einem erledigen. So muss niemand in die Waschanlage, wir auch nicht und ich finde solche Ideen sollten auch unterstützt werden.


Mal wieder grosser Autocheck, nach dem wir ja schon zwei Reparaturen hinter uns haben hoffe ich nicht dass schon wieder eine ansteht. Nach etwa 30 Minuten warte Zeit haben wir die Hyobsbotschaft. Schon wieder was dass viel Geld kosten soll und dann auch noch lange Zeit in Anspruch nimmt. Aber dieses mal fand ich wir holen uns noch eine zweit oder wenns sein muss auch eine dritt Meinung ein. Und nachdem wir dann am Mittag reichlich angeschlagen zu hause waren, Benj und ich Fussball spielen und Minigolf, fuhr Arne nochmals ein zweites Mal in eine andere Werkstat, hier in der nähe.


Alles super, das Auto ist gebraucht und hat auch Abnützung, klar so viele Kilometer die wir auch mit machen, aber alles tip top. Das ist doch mal schön zu hören und es zeigt sich dass eine zweit oder dritt Meinung nie schaden kann. Und jetzt Auto reinigen, das hat es und wir verdient :-)


Was für eine Wildwest Stadt gleich neben an. Ein Paradies, wie Benjamin sagt, für Kinder. Karussell fahren, Steinschleuder schiessen, Goldwaschen, Pistolen schissen, Pony reiten, Wild West Show, Kleintierzoo, Pfeilbogenschiesse, Kanu fahren auf dem Fluss, Achterbahn (au, mein Rücken schmerzt immer noch) fahren und und und und. Und das in glatten 2.5 Stunden. Wir dachten, es kann ja nicht sein dass wir eine Woche hier sind und das nahe liegende nie ausprobieren. Das mit dem Steak House haben wir dann gelassen, weil Arne und ich so geschafft waren :).


Wir haben auch schon alles erledigt um morgen früh ab zu fahren und deshalb nutzen wir die letzten Stunden mit bequemen Internet, wer weiss wann es wieder so weit ist, online zu sein.






Raus aus den Bergen


Eigentlich sollte ja unser Aufenthalt in Kanada mindestens 3 Monate sein. Und wie so oft kommt es anders. Wir haben uns entschieden wieder in die USA ein zu reisen um nach Toronto und zuerst nach Chicago zu fahren. Kalt ist es in Kanada geworden und ziemlich teurer, finden wir und so kommst dass wir jetzt in der USA sind. Nach einer Marathon Fahrt Richtung Südosten. Nach ungefähr 10 Stunden fahrt sind wir auf einem Parkplatz vor dem Wal-Mart angekommen und das soll auch unser Campingplatz für diese Nacht werde. Mit ein paar Nachbarn ist es gar nicht so schlimm, aber ein Auge blieb trotzdem immer offen. So ganz wohl bei der Sache wars mir dann nicht um tief und fest schlafen zu können. Am nächsten Morgen, Wecker um 6.00 gings dann weiter. Anhängen brauchten wir ja nichts und so mussten wir nur einen Kaffee und eine Ovi in der Nähe suchen, was sich auch gleich um die Ecke angeboten hat.


Auch dann eine lange Fahrt vor uns, wie lange wussten wir noch nicht. Einfach mal Richtung USA. Das ging aber schnell, nun stehen wir an der grenze und die Amis nehmen es genauer wie die Kanadier würde ich mal sagen. Nach einer Durchsuchung des Trailers und unseres Traqtors und nach genauer Befragung haben wir es geschafft und sind nun wieder auf USA Boden. Komisches Gefühl irgendwie. Aber nach dem Blick auf den Benzinpreis wurde dann die Unsicherheit wieder gestärkt, grins.


Tja, wie weit schaffen wir es den heute. Arne fährt und fährt und fährt. Benjamin ist super Autositzer und ich sitze bei Ihm. Manchmal spielen, manchmal TV, manchmal einfach nichts tun und rausschauen, auf jedenfalls ist unser Auto nicht dafür gemacht worden dass Erwachsene hinten sitzen und so schmerzt mein Hintern wie fast nie zu vor. Ich stelle mir das so vor als würde ich nach langer Zeit wieder einmal reiten oder so :-). Im MCDonalds haben wir uns dann für einen Campground entschieden, bin ich froh.


Ein Ziel zu haben ist nicht das schlechteste und freut einem anzukommen. Wau, wer hätte das gedacht im Nichts, nicht ganz, zumindest wieder etwas hügeliger und grüner, liegt ein kleiner aber wunderschöner Stausee. Unser Platz ist leicht erhöht und wir sehen wunderbar auf den See runter. Hinter uns grasen die Rindviecher und wenn ich hier so sitze und schreibe scheinen mich die letzten Sonnenstrahlen an bevor sie dann ganz verschwinden.


Heute mal ein Tag pause, grins. Wer glaubst. Natürlich, wenn wir nicht fahren muss der Trailer und der Traqtor wieder mal auf Vordermann gebracht werden. Und so schrubbten Arne draussen und ich drinnen, den ganzen Vormittag, ich sage euch wie neu. Benjamin genoss es draussen seine Spielsachen auf zu bauen und in der Sonne zu liegen. Nach unserem Mittagessen mit frische Brot aus dem Ofen und Salat gings runter auf den Spielplatz, das Auto musste ja auch noch von Innen geputzt werden und nicht nur von aussen. Benj auf dem Spilpi und Arne mit der Kamera unterwegs. Bald erledigt war das Autosaugen, Sauger gab nach 2 Minuten den geist auf, und nach kurzer Glanzpollitur, gings runter an den kleinen Strand.


Kalt aber rein, Benjamin schon im Wasser, Arne auch, ich leider schaffte es nur mit zu den Bachen, war schon ziemlich frisch, aber schön. Die Duschen waren zum guten Glück warm und so konnten wir uns aufwärmen. Wer hätte gedacht dass wir je wieder in Kurzen Hosen und T-Shirt sind und das so schnell. Nach 6 Grad kommen einem die 20 Grad hier gleich vor wie 30 Grad.


Heute morgen wurden wir von vielen Kühen geweckt. Aus dem Fenster sahen wir einen wunderschönen Sonnenaufgang, ich denke die Kühe wollten nicht dass wir den verpassen, grins. Mit mittlerweile 2 Stunden Zeitverschiebung, wieder in die richtige Richtung zu uns nach hause, sind wir dann um 7:30 auch schon aufgestanden. Man denke dass es eigentlich erst 5:30 ist. Zwei Stunden in zwei Tage hatte ich noch nie, mal wieder was neues. Kein Frühstück da die Milch alle war und so gings direkt an die Pumpstation um wieder einen Leeren Schmutztank zu bekommen und einen vollen Saubertank. Es wartet eine lange Autofahrt vor uns. Nach einem Tag pause fällt einem das nicht wirklich leicht, den ganz Tag im Auto. Ich bewundere Benjamin der das einfach so hin nimmt, bleibt ihm Schluss endlich auch nichts anderes übrig, aber er nimmt das super gelassen. Zur zeit lernt er Zahlen und Buchstaben auch wenns für ihn noch gerade anders rum ist, Zahlen sind Buchstaben und Buchstaben Zahlen, aber was Solls er hat spass und das ist die Hauptsache.


Oh, eine Sache noch. Nachdem Arne jetzt das tolle Objektiv gekauft hat und wir richtig Freude hatten wieder so tolle Bilder zu schissen, ist mir heute morgen die Kamera runter gefallen und tja auch noch kaputt gegangen. Nun endlich die Gelegenheit eine neue zu kaufen, hoffentlich kann man diese hier noch reparieren dann gehört sie mir, wenns dann wieder so geht wies sollte, schmoll.


Die Fahrt war sehr schön, gespickt mit vielen kleinen See. Zu sehen dass einer sein Feld mit einem Flugzeug Düngt, erst dann werden einem die Dimensionen bewusst, war toll. Neue Stromleitung wo man hin guckt und einer der unten am Hubschrauberarm sitzt und irgendwas an den Leitungen rum fummelt, ein echtes Highlight heute. Ansonsten sieht die Gegend hier aus wie zu hause, viel Grün und Kühe. Und wenns mal ein paar Bäume gibt, dann versteckt sich sicher wieder ein wunderschöner Hof dahinter. Wir nehmen an dass sich so die Höfe vor dem Wind im Sommer wie auch im Winter schützen. Ab und zu wenn wir Tanken müssen kommen wir in kleine Städte mit hübschem Centum so wie man sich das vorstellt, kitschig und süss zu gleich. Hier auf dem Land ist alles anders, die Menschen auch. Und da die Ferien zu ende sind, sind wir die einzigen die noch mit einem Trailer unterwegs sind. Heute haben sie uns beim Einkaufen schon gefragt warum Benjamin nicht in der Schule sei, grins. Dafür haben wir alle Parks für uns alleine und müssen um keinen Platz kämpfen oder reservieren.


Mittlerweile ist abends geworden und nach einem Einkauf im Wal-Mart und essen im MCDonalds, danke ans Internet, sind wir wieder unterwegs einen Schlafplatz zu suchen. Wir stecken kurtz nach Minneapolis und hoffen bald mal anzukommen an unserem kleinen Stausee ca. 20 Minuten noch. Denn morgen wollen wir eigentlich nach Chicago runter fahren, mal sehen ob wir das so schaffen und sonst gibt's dann nochmals einen ruhe Tag vor der langen Fahrt weiter Richtung Osten. Freu mich auf die grossen Seen und bin super gespannt auf die Gegend.


Jetzt endlich angekommen auf unserer Site. Stockdunkel dass wir nur willkürlich unseren Platz aussuchen konnten. Den Trailer haben wir mal am Wagen gelassen mal sehen ob es uns morgen hier gefällt oder nicht. Ein kleiner See, wie schon gesagt, muss es hier haben und wir sollten eigentlich morgen früh auf ihn kucken können. Wir lassen uns überraschen. Das wichtigste hat Benjamin aber schon im dunkeln entdeckt und das ist der Riesen grosse Spielplatz gleich gegenüber von uns. Leider wie so oft hier in den USA haben wir kein Netz, das heisst kein Telefon und keine Internet und das ist ziemlich mühsam. So müssen wir immer in ein Laden sitzen um Verbindung mit der Aussenwelt zu bekommen, das war eigentlich zu unserem erstaunen in Kanada ganz toll mit dem Empfang. Wir waren ja auch nur in den super Touristischen Orten da oben.


Eigentlich wollten wir ja noch eine Nacht bleiben, so genau wo weiss ich auch nicht. Da wir ja im dunkeln angekommen sind und heute morgen nur Zeit hatten auf den Spielplatz zu gehen, der war super, haben wir den Campground wie irgendwie verpasst. Er sollte eigentlich in der nähe eines Sees gewesen sein, aber den haben wir leider nie gesehen. Und so gings weiter auf unserer Tour de USA, grins. Immer noch Richtung Chicago, unglaublich wie sich das hier alles zieht, sag ich euch. Die Landschaft ist wunderschön, ähnlich wie zu hause, finden Arne und ich. Es hat nur mehr Seen und die sind wirklich sehr hübsch. So langsam nähern wir uns auch den Südstaaten Häuser die ich so toll finde. Mit grosser Einfahrt und viel Rasen bevor dann das Haus mit grosser Veranda kommt, super schön sag ich euch. Die Landbetriebe sind mittlerweile riesig geworden so dass man vor lauter Bäume den Hof kaum mehr sehen kann, aber die finde ich grossartig. Mais und nochmals Mais wenn man auf die Felder schaut, ich glaube hier in der Gegend hat das Vieh nichts zu suchen, das muss kargere Landschaften ertragen.


Und so sind wir denn heute Abend, wieder im dunkeln, oder fast dunkeln, auf unserem nächsten Platz angekommen nach 5 Stunden Autofahrt, schon wieder. Das geht nun seid Tagen so und hätte eigentlich heute ein ende nehmen sollen. Leider vergebens. Der erste Platz fand ich unglaublich unsympathisch und teuer, der zweite fand Arne wie in der RV Ausstellung und der dritte musste es einfach sein weil es schon wieder 19 Uhr geworden ist. Der teuerste wers glaubt haben wir jetzt besetz, in einem komischen Wald links und rechts leuchten Partylämpchen und man weiss wieder nicht so genau wo man gelandet ist. Eigentlich wollte wir ja morgen in die Stadt uns Madison anschauen, aber wir fahren weiter. Leider oder zum Glück, wie mans nimmt sind die Plätze hier schon reserviert fürs Wochenende und so geht's weiter Richtung Osten.


Ich glaube ich habe ein schönes Örtchen gefunden zwischen Chicago und Milwaukee, und da es keine Vorreservierung gibt haben wir gute Chancen da übers Wochenende bleiben zu können. Mittlerweile ist es ja auch wieder wärmer geworden und die Leute hier gehen auch gerne übers Wochenende Campen, deshalb auch immer der Stress ab Freitag bis Sonntag, grummle. Mit Internet ist leider auch nichts, da die Verbindung sehr oft sehr schlecht ist, so bleibt uns auch heute die Verbindung zur Zivilisation aus. Ist ja auch mal schön einfach den Abend mit schreiben zu verbringen.






Freitag, 2. September 2011

Banff


Unsere erste Gewitternacht, wie romantisch ist denn dass. Zuerst denkt man das Dach stürzt gleich ein weil jemand Kieselsteine drauf schiesst. Auf jedenfalls sehr spannend. Und die Blitze hier sind ein Spektakel, wau. Donner war wie zu hause auch, einfach Donner. Gestern Abend hatten wir ja einen wunderschönen Regenbogen hier beim Campground, selten so einen Grossen gesehen, Benjamin war richtig hin und weg.


Der Regen bremst uns und das ist auch gut so. Mit einem Ausflug in eine Pferdestallung um da einen Trip zu buchen begann der Tag. Ich musste zugeben ganz leicht war der Schritt nicht, aber ich habs dem Benjamin schon lange Versprochen dass wir mal reiten gehen, leider vergebens. Ich bringe nicht übers Herz reiten zu gehen, zu sehr habe ich Heimweh nach Balou und das ist dann so pressend dass das einfach nicht geht. Der kleine Mann versucht es zu akzeptieren, was sicher nicht leicht ist. Ich musste in auf ein andermal vertrösten, vielleicht wenn die Stallung kleiner ist und Familiärer vielleicht dann mal schauen.


Und so beschlossen wir die Stadt in der nähe zu besuchen, Canmore mal schauen was die zu bieten hat. Ich kann euch sagen die hat überhaupt nichts zu bieten. Nach einem Kaffe und mit einer Flasche Rum sind wir wieder rauf nach Banff gefahren.


Schwimmen, juhu. Endlich wieder ein Schwimmbad zu betreten das war das Highlight für Benjamin. Mit zwei Riesen Rutschbahnen, blau schnell, gelb sehr schnell. Arne hat fast das ganze Auffangbecken gelehrt bei seiner Ankunft unten.


Tag zwei in Banff und das Wetter beruhigt sicher immer noch nicht. Mittlerweile sind wir bei 6 Grad angekommen und das am Mittag und viel besser wird es wohl in den nächsten Tagen auch nicht mehr. Bei einem Versuch, heute morgen, eine kurze Wanderung zu machen sind wir kläglich gescheitert. Benjamin mit Regenhose und Regenjacke super ausgerüstet. Meine Jacke hat nach 1 Minute starkem Regen und Arnes nach 5 Minuten starkem Regen aufgegeben und so machten wir einen Abstecher ins Buffalo Nations Museum, Indianer und Tiere kucken. Tja und jetzt nach einer Stunde sind wir wieder draussen und der Tag ist noch lang. Unser Trailer, sau kalt, denn wenn man heizt läuft alles an und damit der Trailer keinen Schaden nimmt an Feuchtigkeit und sich keinen Schimmel bilden tut muss man wieder lüften. Was für ein hin und her, grins. Ja und dann kommt die nächste Herausforderung, wohin mit den nassen Kleidern, ich sag euch wir sind froh nur zu dritt zu sein :-).


Jetzt sitzen wir hier, Arne am lesen, Benjamin am spielen und ich wiedermal am schreiben. Heute Abend machen wir dann trotz Regen noch einen Abstecher nach Banff runter um ein Stück Fleisch zu essen und vielleicht bekommt dann Arne bei dieser Gelegenheit noch ein paar trockene Schuhe, grins. Kochen ist nicht immer leicht drin, da die Alarmanlage so empfindlich ist dass die immer gleich los geht und einen unendlich lauten piepsten von sich gibt. Und deshalb habe ich mich entschieden nicht zu kochen sondern bekocht zu werden.


Das habe ich ja auch wiedermal vergessen zu erwähnen. Wir hier ohne Kohle, grins. Unsere Limite ist gesprengt worden und schön dass wir so viele Kreditkarten mitgenommen haben, und die alle auf die gleiche Limite gehen, grins. So was kann nur uns passieren. Mit einem unendlich langem Telefonat in die Schweiz hat sich dann alles aufgeklärt und mittlerweile sind wir auch wieder flüssig. Bin ich froh, denn bei Regenwetter kein Geld zu haben ist ziemlich trist.


Süss, Benjamin meinte gerade: Eigentlich wärs schon ganz toll in den Kindergarten zu gehen. Ist mir auch egal wo, nur eine Bedienung: wenns zu weit weg ist bitte bringt mich mit dem Auto hin, laufen ist uncool :-). Unglaublich die Bedingungen die der Junge hat. Ja wir sind am überlegen was wir tun wenn die Zeit hier in Nordamerika abgelaufen ist. Noch mal so viel erleben wäre unglaublich und so müssen wir irgendwo mal pause vom reisen machen um all unsere Eindrücke zu verarbeiten. Und das sollten wir ja auch irgendwann noch planen. Wie weiter?


Oh schreck, es hat geschneit. Kaum zu glauben, aber es hat heute geschneit, fröstle. Ich habe das Gefühl wir sollten runter in den Süden fahren und das schnellst möglichst. Ich will noch keinen Winter im September das ist definitiv zu früh. Benjamin wollte schon Skis kaufen gehen und rauf auf den Berg, aber wir bevorzugen Badehose und das schnellst möglichst. Tja da müssen wir wohl oder übel durch.


In unserem Wintersport zeigt sich wiedermal die Sonne, was für eine Freude und so geht's heute ab auf den Berg. Wenn denn das Wetter so bleibt. Bei Lake Louise versuchen wir mal den Hügel zu besteigen und die Aussicht zu geniessen.


Und das taten wir tatsächlich, mit vielen anderen Touristen. Noch nie haben wir so viele Schweizer auf einem Haufen getroffen in der ganzen Zeit die wir hier sind, ist unglaublich. So viele von uns gibt's doch gar nicht, oder doch, alle hier in Kanada? Auf jedenfall haben wir oft an Mathilde und Arnold gedacht beim Lake Louise so geschwärmt habt ihr über diesen See. Eigentlich fanden wir zu Anfang, ist ja schön aber… Aber dann beim Aufstieg rauf zum Teehaus wurde der See und die Sicht immer schöner und schöner, einmalig wie so viele Dinge hier. Benjamin wollte dann im obersten Seechen baden gehen. Ja wiederum bei 4 Grad und aussen Temperatur von 10 Grad, was für ein Kerl, aber Mami stand zwischen den beiden und das war auch gut so. Mit einem Aufstieg von fast zwei Stunden und einem Abstieg von einer, hatten wir wiedermal ein gutes Tagespensum geschafft. Ab nach hause, in den kalten Trailer. Ja und ist ja noch das Gas ausgegangen. Kein Gas, keine Heizung, mann muss aber dazu sagen dass wir, seid wir den Trailer haben noch nie nachgefüllt haben und ich finde das hat Ordentlich gehalten. Nun müssen noch die Flaschen gefüllt werden und wieder montiert. Dass ging aber schnell und schon fast wieder warm drin im Haus. Mit einer Suppe im Bauch und ein paar Spielstunden später sind wir dann auch alle ziemlich erschöpft schlafen gegangen. Irgendwie ist man hier müder, vielleicht die Luft, an der Höhe kann es ja fast nicht liegen.


Arne war richtig durchgefroren heute morgen. Kenn ich gar nicht dass er kältere Füsse hat als ich, noch nie da gewesen. Also sau kalt auch heute morgen, 0 Grad brrrrrr. Raus Fussballspielen aber das nur mit Mütze, Arne und Benjamin haben heute Mützen bekommen, endlich wurde Zeit. Mit den Handschuhen warten wir noch, ich will noch keine tragen im September!


Nach einem kurzen besuch am Lake Minnewannka und ein paar Schnappschüssen, sind wir rüber in die Stadt gefahren um die Mützen zu kaufen. Schön sehen meine beiden Jungs jetzt aus und Arne hat endlich warme Füsse mit seinen neuen super Schuhen, bin ich froh. Dann keine Zeit verlieren, rauf auf den Berg. Mit der Gondel gings rauf auf den Sulphur Mounten. Unten zwar kalt aber Sonnenschein, oben kalt und Schneeflöckchen. Diese Wetter macht mich noch ganz kirre, aber süss die kleinen Flöckchen. Ist schon schön das ganze oder die ganzen Täler von oben zu sehen und trotz Fernsicht fehlt mir die Weite hier die ich wirklich vermisse, ist noch Lustig. Aber irgendwie fühle ich mich hier beengt, trotz wunderschöner Natur und einer unglaublichen Wälderweite. Ganze Täler ohne Menschen, keine Strassen einfach nur Tannen. Bei uns sieht man dass eigentlich nirgends so wie hier. Ich glaube das macht das ganze hier auch so einmalig. Benjamin liebt die Streifenhörnchen, Picas, und die wollten auch nicht von ihm lassen. Arne meinte dann das sei sicher wegen seinem Shampoo dass er verwendet, Blueberry, und so hatten wir wieder viel zu lachen auf dem Berg. Wieder unten im Tal musste dann Benjamin noch aufs Klo, das ist nicht der tolle Teil der Geschichte. Ich habe das Auto in der Nähe dessen geparkt und dass nicht korrekt, nein, ich habe es quer auf einen Behindertenparkplatz gestellt. Zwei nette Menschen gehen an mir vorbei und da sagt der eine: typisch Kalifornier, die parken schon an den unmöglichsten orten, wie kann man nur. Dann bemerkte er mich im Auto und ich sage euch, seine Wangen waren nicht von der Sonne oder der Kälte so rot gefärbt. Schön ein Kalifornien zu sein, grins.


Jetzt sitzen wir wieder mal im Waschsalon den auch diese wollen ja gepflegt werden und spätestens wenn wir keine Unterhosen mehr haben dann ist es Zeit, wie jetzt. Aufs Wogende soll es ja warm werden, wir glauben dran. Mit über 20 Grad hat es sich wieder angekündigt. Eigentlich fehlt uns dass draussen leben enorm, der Platz im Trailer ist begrenzt und nach 3 Tagen nur drin spielen ist es, wenn wir ehrlich sind, uns einfach zu eng. Arne, wir hätten uns doch so ein Riesen Teil reinziehen sollen, weisst du ein Bus mit Auto hinten dran und mindesten 3 Slide-Outs, grins. Waschen mhh, endlich nach zwei Stunden sind wir wieder draussen. Kleider gewaschen, sind dreckig wie zu vor und stinken tun sie auch immer noch wie nicht gewaschen. Anbei sind wir auch noch 25 Dollar los, was für ein Frust. Da müssen wir jetzt durch, gewaschen wird erst wieder in zwei Wochen, zum Glück habe ich die Bettwäsche nicht abgezogen, dann wäre ich super sauer geworden. Mit Wurst und Brot geht's jetzt zu Bett, gute Nacht.